Warum tust Du, was Du tust?

Aus welchem Antrieb tust du, was du tust?

Darüber habe ich mir oft Gedanken gemacht und ich arbeite in einer Branche, wo „lauter, schneller, besser und größer“ angesagt ist. Auf dem Weg zum Durchbruch und zum Erfolg wird oft ein Punkt übergangen, an welchem man „zu weit geht“ und seine Persönlichkeit sowie seine Mitte verlässt.

Ich bin eine Frau mit einem Antrieb aus Liebe heraus. Alles was ich tue, mache ich mit Liebe – niemals für die Liebe, denn die trage ich in mir. Ich schenke unglaublich gerne Liebe und stelle dabei immer wieder fest, wie oft Liebe missverstanden wird – einfach, weil viele gar nicht MEHR wissen, was das ist.

Jemanden bedingungslos zu lieben heißt, ihn frei zu lassen,

ihn nicht binden und zu nichts zwingen zu wollen. Es geht darum, die Liebe in sich zu finden.

Es lässt mich allerdings auch so oft fast „Erfrieren“, wenn ich unsere Gesellschaft anschaue, manchmal ist es mir einfach zu kalt!

Kälte. Missgunst. Neid-Attacken. Hässliche Menschen.

Ich frage mich dann, wie man so überleben kann – ohne die Liebe im Herzen zu tragen. Es wäre gelogen wenn ich behaupten würde, dass mich das nicht über Jahre belastet hätte und so manchmal kam ich mir echt vor wie in „ Momo und die grauen Männer“; und es gab Orte, an welchen ich nicht mehr arbeiten konnte und wollte, einfach weil es zu kalt wurde und ich darin nicht überleben konnte.

Im wahrsten Sinne des Wortes.

Orte, welche vergiftet wurden von und durch Neid und Missgunst und genau an diese Orte oder in dieses Umfeld möchte ich um keinen Preis der Welt wieder zurück kehren.

Oftmals hörte ich „Saskia, du kriegst immer was du möchtest“ und ja, ich kriege sehr oft was ich mir wünsche oder andere sich wünschen – aus einem ganz einfachen Grund heraus—> Ich brauche es nicht und vieles will ich gar nicht erst. Auch das wird missverstanden oder manchmal als „Zurückweisung“ empfunden.

Dabei sind es nicht die Dinge, welche mich interessieren – es ist und bleibt der Mensch, der mir am Herzen liegt.

Genau deswegen erfüllen sich meine Wünsche oftmals, weil sie aus einem Zustand der Liebe heraus in mein Leben treten. Dafür traf und trifft mich oft Missgunst und ja, es hat mich oftmals verletzt – tiefe Wunden haben sich in mein Herz gebohrt und dennoch weiß ich, dass nicht ich diejenige bin, die verloren hat.

Verloren haben diejenigen, welche gewinnen wollten und das auch brauchen.

Aber sie jagen etwas, deren Wert sie gar nicht mehr kennen.

Etwas, wonach sie nun wieder ein Leben lang suchen werden. Etwas, was mit Geld, Macht und / oder Erfolg nicht zu kaufen ist.

Meine Liebe. Meine Zuneigung und meine Aufmerksamkeit.

Wie heißt es so schön in ABBA‘s „the winner takes it all“?

„The gods may throw a dice, their minds cold as ice, and someone way down here, loses someone dear.“

Sehr oft bin ich traurig gewesen, traurig mit anschauen zu müssen, was aus einigen meiner Freunde wurde, welche ihre Liebe vergessen haben. Welche vergaßen, dass sie geliebt werden und sind, genauso, wie sie sind – ohne MEHR darstellen zu müssen.

Am schmerzhaftesten ist es stets für mich zu sehen, wie Freunde von mir ausgenutzt werden oder wurden. Wie sie Menschen mit Gier nach Macht in ihr Leben ziehen und letzten Endes dann finanziell ausgenutzt werden oder teilweise wie ein Produkt behandelt und „ verkauft“ werden.

Ich könnte jedes Mal kotzen, wenn ich das sehe und mitbekomme und ich mag so gar nicht mehr zuschauen müssen. Doch auch hier folge ich meiner Liebe, ich lasse sie diesen Weg erfahren. Ich lasse los. Ich lasse erfahren. Ich kämpfe nicht.

Als so fühliger und empathischer Mensch spüre ich die Leere in einem Menschen und so traurig es auch ist, diese Leere ist bei den Menschen mit den größten Erfolgen am größten. Sobald ihnen der Applaus fehlt, sind sie auf der Jagd der nächsten Bestätigung – nach noch mehr Applaus, noch mehr Bestätigung, noch mehr Sichtbarkeit und immer und immer wieder – so überspielen sie ihre eigenen Leere.

Spätestens in Zeiten wie Corona sind die Folgen des Größenwahns bei vielen sichtbar geworden. Und mir stellt sich eine Frage:

„—> wenn die fette Karriere gerade Corona-Pause hat.. WER bist du dann?“

Good will. Schönheit aus dem Inneren. Strahlen. Spiritualität.

Eine liebende Person braucht es nicht, das Umfeld zu kontrollieren. Eine liebende Person freut sich mit dem Erfolg, Glück und Reichtum der anderen. Eine liebende Person hat einen „good will“ und unterstützt, fühlt und motiviert positiv – gibt anderen genau das, was sie brauchen.

Eine spirituelle Person ist eine liebende Person. Und eine spirituelle Person ist eine schöne Person. Eine spirituelle Person findet das MEHR in weniger. Eine spirituelle Person wird gesehen, obwohl sie gar nicht im Raum ist.

Eine spirituelle Person lebt ein Leben in Fülle.

(Text Saskia Winkler, Bild: Katrin Zeidler)

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